Infos und Tipps rund um Motorroller


Letzte Aktualisierung: 28.01.2016

 


-E10 Kraftstoffe für Motorroller?

Einige Hersteller haben Freigaben für ihre Fahrzeuge erteilt, Einzelheiten erfahren Sie vom Hersteller direkt.

 

Unser Tipp:

Wir raten generell von der Verwendung von E10 ab!

Speziell bei Fahrzeugen mit Vergaser-Motor haben wir (trotz teilweiser Herstellerfreigabe) oftmals Probleme feststellen können die auf die Verwendung von E10 zurückzuführen sind.

Bei allen Benzingetriebenen Fahrzeugen (egal ob E10 freigegeben wurde oder nicht) Super Plus (98Oktan) oder konventionelles Super Bleifrei mit 5% Ethanolanteil tanken, die Kraftstoffkosten auf 100km sind damit mit fast gleich, denn Bioethanol hat einen geringere Energiegehalt,

wodurch der Verbrauch um bis zu 5% höher sein kann.

Zudem schonen Sie auf lange Sicht die Dichtungen, Leitungen und Aluminiumteile des Motors,

welche vom Bioethanol angegriffen werden.

Bei Fahrzeugen mit Zweitaktmotor sollte ohnehin kein E10 verwendet werden,

da hier unter Umständen der 2Takt-Öl-Schmierfilm auf der Zylinderlaufbahn reißen kann und möglicherweise die Membrane aufquellen können.

Zur Langzeitverträglichkeit liegen noch keine Informationen vor.

 


-Winterreifenpflicht auch für Zweiräder?

Der Gesetzestext seit 2010:

Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, welche die in Anhang II Nr. 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG des Rates vom 31. März 1992 über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über ihre Montage (ABl. L 129 vom 14.5.1992, S. 95), die zuletzt durch die Richtlinie 2005/11/EG (ABl. L 46 vom 17.2.2005, S. 42) geändert worden ist, beschriebenen Eigenschaften erfüllen (Klartext: M+S-Reifen).“

 

Fazit: Nach der neuen Winterreifenregelung ist es abhängig von den Straßenbedingungen.

Sind die Straßen frei von Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte

darf somit auch mit normalen Reifen gefahren werden unabhängig von den Temperaturen.

Wer seinen Roller jedoch immer einsatzbereit haben möchte, dem empfehlen wir Reifen mit M+S Kennung..

 

Bei einem Verstoß können Bußgelder fällig werden.

Als Winterreifen gelten Reifen mit der "M + S" Kennung.

 

Wir empfehlen M+S Snowtex Reifen von Heidenau, hervorragende Qualität made in Germany. Lieferbar in vielen Größen.

Die Snowtex Reifen von Heidenau zeichnen sich durch ihre hervorragenden Eigenschaften auf kalten und nassen Straßen aus.
Durch die hochwertigen Materialien welche bei diesen Winterreifen zum Einsatz kommen, passen sie sich den Witterungsbedingungen im Winter an und ermöglichen den Einsatz über einen weiten Temperaturbereich.
Die Lauffläche besteht aus einer hochwertigen Silica Gummimischung die mit speziellen Textilfasern kombiniert wird, um die Straßenhaftung bei kalter und nasser Witterung zu maximieren.

 

 

  

 

-Reifen, Bremsen, Öl und regelmäßige Kontrollen:

Reifen sind das A und O, denn sie stellen den Kontakt zur Fahrbahn her und sind somit auch ihre "Lebensversicherung".

Daher sollte man ihnen regelmäßig die nötige Aufmerksamkeit schenken.

 

Dazu gehört das regelmäßige Kontrollieren des Reifenluftdrucks, denn ist dieser zu niedrig oder zu hoch, wirkt sich das unmittelbar auf das Fahrverhalten aus und führt meist zu erhöhtem Verschleiß. Den korrekten Reifenluftdruck für ihren Roller finden sie in ihrer Betriebsanleitung. Gerne können sie aber auch bei uns nachfragen.

 

Ebenso sollte man in diesem Zuge die Laufflächen und Flanken auf Beschädigungen überprüfen und die Profiltiefe regelmäßig kontrollieren.

Bei Rollern bis 125ccm sind mindestens 1mm, bei Fahrzeugen über 125ccm mindestens 1,6mm gesetzlich vorgeschrieben.

Die im Profil eingegossenen "Verschleißanzeiger" sind zwar Orientierungspunkte, allerdings sollte man hier lieber nachmessen, denn die gesetzlichen

Vorschriften für Zweiradreifen sind evtl. nicht in allen Ländern gleich, so kann es vorkommen, dass diese nur 0,8mm hoch und somit zu niedrig sind.

 

Des Weiteren sollte auch auf das Alter der Reifen geachtet werden, denn wenn Reifen alt werden, werden sie hart und häufig auch rissig.

Harte Reifen sind speziell bei nassem und feuchtem Wetter gefährlich rutschig. Rissige Reifen können unter ungünstigen Umständen

sogar platzen. Die Reifenhersteller raten in der Regel dazu, einen Reifen der 5-6 Jahre lang montiert war zu erneuern, selbst wenn dieser noch genügend Profil hat.

 

Strafen bei abgefahrenen Reifen:

Wer mit abgefahrenen Reifen erwischt wird, kann mit einem Bußgeld und evtl. Punkten rechnen.

Daher regelmäßig die Profiltiefe kontrollieren.

 

Bremsen:

Sind die Beläge verschlissen, kann die Bremswirkung stark nachlassen, sowie auch die Bremsscheibe/n zerstören.

Die Bremsbeläge sind zwar so ausgelegt, dass die Kundendienstintervalle ausreichen, bei sportlichem Fahrstil oder erhöhter Belastung mit vielen Fahrten zu zweit oder im Gefälle, haben sie allerdings auch einen erhöhten Verschleiß. Daher ist eine Kontrolle zwischen den Kundendiensten zu empfehlen.

 

Motoröl bei 4Taktern:

Auch das Motoröl sollte regelmäßig kontrolliert werden, die meisten Fahrzeuge besitzen zwar eine Öldruckwarnleuchte, doch wenn diese leuchtet ist es oft schon zu spät,

dann ist der Schmierdruck nämlich bereits zu niedrig. Der Motorölstand sollte immer zwischen Minimum und Maximum liegen.

Zur Kontrolle des Ölstandes beachten sie bitte die Betriebsanleitung ihres Fahrzeuges, ebenso bei der Wahl des Öls.

 

Zweitaktöl:

Roller mit Zweitaktmotor haben zwar eine Öllampe, welche leuchtet, wenn der Ölstand niedrig wird, jedoch ist es ratsam nach jedem dritten mal Tanken das Öl nachzufüllen, denn man sollte sich nicht ganz auf das Lämpchen verlassen.

 

Unser Tipp: Einmal im Monat nach Reifen, Luftdruck, Öl und Bremsbelägen schauen.


 

-Batterien und ihre Pflege:

Batterien sind (mit wenigen Ausnahmen) in jedem Motorroller verbaut. Die Aufgabe der Batterie bei 50er Rollern ist sowohl das Starten per Elektrostarter, als auch Blinker, Hupe, Bremslicht, Tankanzeige und Temperaturanzeige. Bei größeren Rollern kommen noch einige Aufgaben, wie Licht, Wegfahrsperre, Zündung etc. hinzu.

Bei modernen Rollern mit Einspritzung geht ohne intakte Batterie nichts mehr.

 

Wenn regelmäßig ausreichend lange Strecken gefahren werden, so lädt sich die Batterie durch den Generator immer wieder auf.

Wer allerdings sehr viel Kurzstrecke fährt wird bemerken, dass die Batterieleistung nach einiger Zeit nachlässt.

Hier ist es sinnvoll die Batterie in regelmäßigen Abständen zu laden.

Aber Achtung, keine Ladegeräte für Autobatterien benutzen, diese haben zwar auch 12V,

allerdings ist der Ladestrom meist zu hoch für Zweiradbatterien. Diese fangen dann an zu "Kochen", im schlimmsten Fall kann die Batterie sogar platzen..

Sinnvoller ist die Anschaffung eines Ladegerätes speziell für Zweiräder.

Das richtige Ladegerät für ihre Batterie bekommen sie auch bei uns.

 

Unser Tipp:

Batterieladegerät "Optimate 4"
Ermöglicht ein vollautomatisches Testen, Laden und Wiederbeleben aller 12 V Blei Batterien, wartungsfreier MF-Batterien. Intelligentes Elektronik Ladesystem, das auch den Anschluss zur zuverlässigen Erhaltungsladung über lange Zeiträume ermöglicht. Auf Grund ständiger Kontrolle von Spannung und Stromstärke wird ein Überladen ausgeschlossen. Arbeitet selbstständig und zeigt den Zustand der Batterie zuverlässig an.

Inklusive Anschlusskabeln, welche fest an der Rollerbatterie montiert werden kann, so können sie ohne Batteriedemontage direkt Laden. Sehr gut bei schlecht zugänglichen Batterien.

  Unser Spartipp:

M+S Slim Charger. Einfache und Günstigste Variante.

Ideal für 50er und 125er Roller. Für 12Volt Standart Batterien bis 10Ah.

Automatische Abschaltung und Erhaltungsladung.

 

 

 

 

 


-Kundendienste und Vorurteile:

Wir hören oft "Da wird ja eh nur das Öl gewechselt", daher machen viele die Kundendienste nur während der Garantiezeit.

Jedoch sind die vom Hersteller vorgeschriebenen Kundendienstintervalle wirklich sinnvoll und nötig, denn nur so werden wichtige Bauteile kontrolliert und wenn nötig erneuert. Zum Beispiel bei einigen Fahrzeugen der Antriebsriemen für die Ölpumpe, wenn dieser nicht turnusgemäß erneuert wird und dann reißt, läuft die Ölpumpe nicht mehr mit, was letztendlich ohne Vorwarnung zum Motorschaden führt.

Wenn z.B. Bremsbeläge oder Variomatikrollen nicht rechtzeitig erneuert werden,

sind oftmals teure Reparaturen nötig, wenn Metall auf Metall reibt.

 

Was wird beim Kundendienst gemacht ?

Das ist stark Modellabhängig. Im Prinzip hat jedes Modell seinen eigenen Wartungsplan,

welcher teils auch in den Betriebsanleitungen zu finden ist.

Bei den Kundendiensten nach Herstellervorschriften werden die zum jeweiligen Zeitpunkt nötigen Verschleißteile kontrolliert und wenn nötig erneuert.

Wichtig sind dabei vor allem die Kontrollen von : Reifen, Bremsbeläge, Luftfilter, Zündkerze, Bremsflüssigkeit, Bowdenzüge, Lenkung, Stoßdämpfer, Füllstände, Antriebsriemen, Ölpumpenriemen, Variomatikrollen (zuständig für die Übersetzung), Kupplung. Bei 4-Taktern kommt noch das Ventilspiel und ein regelmäßiger Motorölwechsel hinzu. Bei Fahrzeugen mit Einspritzsystemen wird in der Regel auch die Softwareversion kontrolliert und evtl. geupdatet

 

Unser Tipp: Wer lange Freude an seinem Roller haben möchte, sollte die Wartungsintervalle einhalten.

 


-Motorroller richtig einmotten:

Wenn ein Roller länger als 4 Wochen nicht gefahren wird, sollte man einige Sachen unbedingt beachten.

Hier nur die technisch wichtigen Punkte. Putzen und Konservieren ist natürlich auch gut.

Allerdings sollte Poliermittel, Wachs etc. von Bremsen, Reifen, Griffen, Bremshebeln und Sitzbank ferngehalten werden.

 

Standort: Idealerweise in einer trockenen Garage, warm und mit möglichst niedriger Luftfeuchtigkeit.

Wenn der Roller auf der Straße steht ist eine Faltgarage zum Schutz sinnvoll. Wichtig ist, dass der Roller trocken ist,  bevor die Faltgarage übergestülpt wird.

 

Batterie: Spezielle kleine Batterien (von 50ern) sollten schon bei 4 Wochen Nichtbenutzung geladen werden. Aber auch bei den großen Batterien ist das Laden sinnvoll, da diese in der Anschaffung meist teuer sind. Optimal ist ein Erhaltungsladegerät, hier gilt dann: Anklemmen und fertig, dann braucht man sich bis zum Frühjahr um nichts mehr zu kümmern in Punkto Batterie (siehe auch oben unter Batterien und ihre Pflege).

 

Kraftstoff: Bei Modellen mit einem Tank aus Metall ist es sinnvoll den Tank voll zu tanken. Bei Fahrzeugen mit Kunstofftank ist dies nicht notwendig.

 

Vergaser: Der Vergaser sollte im Idealfall bei längerer Stilllegung (ab 4 Wochen Standzeit) möglichst abgelassen werden um ein Verkleben der Düsen zu vermeiden.

Alternativ können Sie auch ein Additiv zur Konservierung verwenden, fragen Sie gerne nach.

Da jedes Fahrzeug etwas anders aufgebaut ist, helfen wir ihnen hier gerne weiter.

Fragen sie uns, wenn sie unsicher sind.

Bei Fahrzeugen mit Einspritzsystemen braucht hier nichts unternommen zu werden.

 

Reifen: Der Reifenluftdruck sollte auf ca. 2,3-2,5 Bar erhöht werden. Ideal wäre, wenn beide Räder vom Boden abgehoben werden, z.b. etwas unterstellen.

Ansonsten am besten einmal pro Woche das Rad um eine viertel Umdrehung drehen, damit es rund bleibt.

 

Piaggio MP3: Beim MP3 ist es wichtig, dass alle Bauteile unbelastet sind.

Also, Roll-Lock Vorrichtung lose lassen und MP3 auf den Hauptständer aufbocken.

Die Handbremse sollte ebenfalls gelöst bleiben. Ansonsten gilt oben alles uneingeschränkt auch für den MP3.

 


 

 

 

In allen Fällen gilt:   Wenn sie sich bei irgend etwas unsicher sind oder etwas nicht verstehen, fragen sie gerne nach.  Eine e-Mail genügt. Denn es gibt keine dummen Fragen.

 

 

 

Ständige Aktualität von Gesetzen kann nicht gewährleistet werden.

Irrtümer vorbehalten.